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Reisebericht: Paris & Versailles
30. April 2009 - 3. Mai 2009



Eigentlich planten meine Schwester und ich für 2009,
für Mai oder Juni, einen weiteren Paris-Aufenthalt.
Nun scheiterte dieses Vorhaben, da meine Schwester kurzfristig beschloss,
umzuziehen. Somit wäre kein Geld für eine Paris-Reise mehr da.
Das stimmte mich zwar traurig, doch war der Umzug notwendig.

Als ich kurz darauf erfuhr, dass 2009 eine große Ausstellung in Versailles
stattfinden würde (Court Pomp & Royal Ceremony, 31.03.-28.06.2009),
hatte ich mir schon überlegt, einfach alleine nach Paris zu fahren,
denn diese Ausstellung konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Im MarieAntoinette-Forum meinte meine liebste Lolo dann, sie müsse
auch unbedingt diese Ausstellung besuchen. Und so fragte ich sie einfach,
ob wir nicht zusammen ein paar Tage in Paris verbringen wollen.
Lolo sagte sofort zu und schon planten wir die genaueren Details:
Wann? Wie? Wo? Hotel? Transfer? usw.

Wir beschlossen, vom 1. Mai bis 3. Mai nach Paris zu fahren und
am Samstag die große Ausstellung in Versailles zu besuchen.
Lolo buchte für uns das Hotel.
Ich hatte mich dann noch entschieden, einen Tag früher anzureisen.
Aber ab dem 1. Mai würden wir dann gemeinsam Paris unsicher machen...


 
  



Donnerstag, 30. April 2009


Ich hatte am 29. April schon Urlaub und meinen Trolley bereits fertig gepackt, so dass ich stressfrei in den 30. April starten konnte.

Am frühen Morgen, gegen 8:20 Uhr fuhr ich mit der Regionalbahn nach Mannheim und von dort dann um 9:40 Uhr mit dem ICE gen Paris.
Ausgerüstet mit meinem MP3-Player und einer wundervollen Lekture über André Le Nôtre (Portrait eines glücklichen Menschen - Der Gärtner von Versailles) - vielen Dank, liebe Princesse für diesen tollen Buchtipp ! - war die Zugfahrt sehr angenehm und die Zeit verging rasend schnell.
Als wir um etwa 11:20 Uhr die imaginäre Grenze zwischen Deutschland und Frankreich überfuhren, schlug mein Herz sofort höher... bald bin ich wieder in Paris !

Um 12:47 Uhr fuhr der ICE schließlich in den Gare de l'Est ein - ob man mir meine freudige Aufregung anmerkte, als ich den Zug verließ ?
Ich fuhr anschließend mit der Métro-Linie 5 (Richtung Bobigny) zum Hotel (Mercure Paris Porte de Pantin), wo ich um 13:10 Uhr eintraf und eincheckte.
Da Lolo erst am 1. Mai anreisen würde, buchten wir für mich für den 30. April ein Einzelzimmer (120,00 € p.P. am Tag) und ab dem 1. Mai für uns beide ein Doppelzimmer (109,00 € p.P insgesamt).
Das freundliche Hotelpersonal stellte mir aber bereits am 30. April unser Doppelzimmer zur Verfügung, so dass ich am 1. Mai nicht umziehen musste. Extra Kosten entstanden für mich jedoch nicht.

Überhaupt muss das Hotel wirklich lobend erwähnt werden.
Es ist das 
Mercure Paris Porte de Pantin (Accor-Hotelkette), 22 Avenue Jean Lolive, 93500 Pantin - einem Pariser Vorort (Arrondissement Bobigny), nordöstlich an die Hauptstadt grenzend und gut über die Métro 5 erreichbar.
Die Zimmer sind nett eingerichtet. Zwar befindet sich das Hotel direkt an einer stark befahrenen Straße, doch erfüllt es seinen Zweck der Unterkunft und in Bezug auf recht günstige Preise.

Da die Zimmer erst nachmittags gereinigt wurden, bekam ich mein Zimmer schließlich gegen 14:30 Uhr.
Eine halbe Stunde später machte ich mich dann auf den Weg in die Pariser Innenstadt zur Champs-Élysées.
Unser Hauptprogrammpunkt war ja der Versailles-Besuch am Samstag, den 2. Mai. Um diesen so stressfrei wie möglich zu gestalten, wollte ich vorab im 
FNAC die Eintrittkarten für alle Bereiche (Tagespass = Schloss, Schlosspark, Domäne von Marie Antoinette & Ausstellung) besorgen, so dass wir diese nicht am Samstag vor Ort holen müssen.

Nun meinte die Dame des FNAC jedoch zu mir, es seien keine Tagespässe mehr verfügbar... nur noch Schlosstickets.
Ok, dachte ich, kauf ich halt die Einzeltickets - mir war ja nur wichtig, dass wir im Schloss nirgends anstehen müssen.
Doch aus diese Möglichkeit schloss die FNAC-Dame aus... allmählich wurde's mir zu bunt. Das FNAC ist schließlich eine Anlaufstelle für Ticket-Vorverkäufe, als MUSS man hier solche Tickets bekommen. 2007 hab ich genau hier die Tagespässe bekommen.
Wie auch immer, ich bat schließlich um den Kauf zweier Schlosstickets mit Möglichkeit, die Ausstellung zu sehen, und verließt das FNAC-Büro ziemlich enttäuscht mit dem gutgemeinten Tipp der FNAC-Dame, ich möge dann vor Ort die restlichen Tickets kaufen.
Super, dachte ich mir... uns stehen also doch lange Wartezeiten an den Versailler Kassen bevor...
Ich begreife es auch heute noch nicht, dass man keine Tickets mehr für den riesengroßen Schlosspark bekam, aber für den Palast schon.

Da der Tag noch recht jung war und ich nicht sofort ins Hotel zurück wollte, lief ich die Champs-Élysées entlang bis zur Place de la Concorde.

Blick von der Place de la Concorde auf die Champs-Élysées -- © 2009 by Janine Schreiber

Hier starben vor 215 Jahren während der Französischen Revolution König Louis XVI. und Königin Marie Antoinette sowie viele andere Menschen unter der Guillotine...

© 2009 by Janine Schreiber 
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Blick von der Place de la Concorde auf das Hôtel de Crillon (links) & das Marineministerium (rechts) -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf die nördliche zweier Fontänen; dahinter die Madeleine-Kirche -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber

Diese Infotafel weist auf die traurige Geschichte dieses Platzes hin:

© 2009 by Janine Schreiber

Von der Place de la Concorde führte mich mein Weg weiter in den Schlosspark des ehemaligen Tuilerienschlosses.

Blick auf den Jardin des Tuileries und den Louvre -- © 2009 by Janine Schreiber

Der Tuilerienpark ist zugleich ein bedeutender Ort der französischen Gartenkunst. André Le Nôtre, der wohl berühmteste französische Landschafts- und Gartengestalter, kam hier ganz in der Nähe zur Welt. Immer in der Nähe der Königlichen Familie wohnend, übernahm er bald den Beruf seines Vaters (Erster Gärtner des Tuilerienparks) und stieg zum beliebten und bewundersten Gartenarchitekten sowie Freund des Sonnenkönigs auf.
Hier, in den Tuileriengärten, begann sein berauschender Karriereaufstieg. Le Nôtre gestaltete u.a. die Gärten von Versailles, Vaux-le-Vicomte, Meudon, Saint-Cloud, Chantilly u.v.m. und machte sich und sein Lebenswerk damit unsterblich.

Denkmal André Le Nôtres -- © 2009 by Janine Schreiber 
André Le Nôtre -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick vom Tuilerienpark auf die Place de la Concorde und die Champs-Élysées -- © 2009 by Janine Schreiber 

Der Tuilerienpalast existiert seit 1871 nicht mehr, durch den Park erhält man daher einen Blick auf den dahinter befindlichen Louvre.

Blick auf den Louvre -- © 2009 by Janine Schreiber 
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Arc de Triomphe du Carrousel -- © 2009 by Janine Schreiber 
Louvre & Glaspyramide -- © 2009 by Janine Schreiber 
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© 2009 by Janine Schreiber 

Ich verließ schließlich den Louvre in Richtung Seine und begab mich an der Seine entlang zur Conciergerie.

Blick auf die Conciergerie und den Pont Neuf -- © 2009 by Janine Schreiber 
Conciergerie & Pont au Change -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Da sich nun mein Magen bemerkbar machte, beschloss ich, mir (wie letztes Jahr) auf dem Bv. de Sébastopol ein leckeres Baguette Montagnard zu kaufen. Dieses Baguette muss ich wirklich auch dieses Mal wieder ausdrücklich empfehlen, es ist unheimlich lecker. Es ist belegt mit magerem Schinken, Tomaten und Raclette-Käse, dazu eine tolle Soße... vom Feinsten !

Ich bog danach in die Rue de Rivoli ein und fand tatsächlich das Einkaufszentrum, in dem ich mir im Jahr zuvor meine über alles geliebte Paris-Tasche kaufte. Sofort musste ich an Mme de Saint-Just aus dem Marie Antoinette-Forum denken. Ihr hatte ich dieses Geschäft empfohlen, wo man so herrlich im riesigen Taschen- und Schuhesortiment stöbern konnte... doch fiel mir damals der Name des Ladens nicht mehr ein.
ETAM... so heißt das Einkaufszentrum !

Beim Forum des Halles stieg ich dann in die Métro ein und fuhr zum Hotel zurück.
Eigentlich hatte ich vor, an diesem Tag noch ein wenig zu shoppen, doch das frühe Aufstehen und die Zugfahrt hatten ihre Spuren gelassen, ich war ziemlich erschöpft... zudem standen mir noch anstrengende Lauf-Tage in Paris bevor.

Gegen 18:45 Uhr war ich wieder im Hotel.
Da man dort nur Sat1 als deutschen TV-Sender hatte, zog ich es vor, mein Buch (Portrait eines glücklichen Menschen) weiter zu lesen.

Etwas später verließ ich das Hotel nochmal kurz, weil ich für den Folgetag die richtige Bushaltestelle suchen wollte.
Der erste Programmpunkt am 1. Mai war mein Besuch des Château de Bagatelle im Pariser Stadtwald Bois de Boulogne. Dieses Ziel erreichte ich am besten mit dem Bus.
Die Bushaltestelle befand sich aber direkt in Hotelnähe, also konnte ich beruhigt zurückkehren.



Freitag, 1. Mai 2009


An diesem Tag bin ich bereits um 6:00 Uhr morgens aufgestanden.
Erstes Tagesziel war schließlich das Château de Bagatelle und sein weitläufiger Park - ein Besuch, den ich mir fest vorgenommen hatte und auf den ich mich unheimlich freute. Bis zum Nachmittag hatte ich Zeit, dann stand Lolos Anreise im Hotel an.
Um keine Zeit zu vergeuden, fuhr ich sehr früh (7:45 Uhr) mit dem Bus zum Bagatelle-Park. Eine Stunde später war ich da, an der Grille Sèvres, einem der beiden Eingänge des Parks, und ...
... stand vor verschlossenen Toren. Der Park öffnete erst um 9:30 Uhr (bis 20:00 Uhr), also musste ich warten.

Eingang zum Parc de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber

Und so sah ich mich von außen erstmal ein wenig um, betrachtete von weitem das Bagatelle-Schlösschen und las mir die Info-Tafeln durch:

Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber

Das Schlösschen entstand aus einer Wette heraus, zwischen Königin Marie Antoinette und ihrem Schwager, dem Comte d'Artois.
Im Jahre 1777 - kurz bevor der Hof zur Jagdsaison nach Fontainebleau umzog - wettete Marie Antoinette, der Graf würde es nicht fertig bringen, binnen zweier Monate (64 Tage) ein Schlösschen zu errichten und sie dort bei ihrer Rückkehr aus Fontainebleau fürstlich zu empfangen.
Zu dieser Zeit befand sich im Park nur ein alter, verfallener Pavillon und Marie Antoinette war sich ihres Sieges sicher. Schließlich umfasste die Wette neben dem Schloss auch die notwendigen Wirtschaftsgebäude sowie Gärten, Grotten und Wasserfälle.
Man wettete um 100.000 Livres.

Der Comte d'Artois ließ am 21.09.1777 umgehend mit dem großangelegten Bauvorhaben beginnen, welches rechtzeitig zum Empfang der Königin am 26.11.1777 beendet war.
Marie Antoinette hatte die Wette damit verloren. Ihr bis dato guter Ruf im Volk bekam wegen dieser unnützen Geldverschwendung einen ersten Kratzer...

Die Stadt Paris ergänzte den Park zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach diversen Restaurierungsarbeiten um einen Rosengarten, der heute berühmt ist für seine Vielzahl an historischen und wertvollen Rosen. Jährlich findet hier ein Rosenzüchterwettbewerb statt.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber

Als sich die Tore um 9:30 Uhr endlich öffneten, war ich so ziemlich die Einzige im Park... herrlich, diese Stille... nur ich, der frische Morgen, die wunderschöne Natur und...

© 2009 by Janine Schreiber

... meine ständigen Begleiter im Park.
Ja, die Fasane sind die wahren Könige des Bagatelle-Parks. Sie bestimmen, wer zuerst die Wege überquert - und das sind meist sie - und wer warten muss - der Besucher.
Stolz sind sie, diese hübschen Vögel, recht zutraulich und überall im Park zu finden und zu hören.

© 2009 by Janine Schreiber

An der Pagode bin ich den ersten Fasanen begegnet...

Pagode -- © 2009 by Janine Schreiber

... und einer von ihnen gestattete mir sogar einen Blick auf sein hübsches Gefieder - als wäre er ein Model auf dem Laufsteg, trug er seine Schönheit vor mir zur Schau:

© 2009 by Janine Schreiber

Mein Weg führte mich weiter durch den wunderschönen, weitläufigen Park, vorbei am Grand Rocher und der Grotte des quatres Vents sowie vorbei an hübschen Teichen, Wasserfällen und wilden Blumenfeldern...

© 2009 by Janine Schreiber 
Grand Rocher -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
Grotte des quatres Vents -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

... bis ich das Château de Bagatelle erreichte.

Gartenseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber

Hier begegnete ich einer netten Wärterin, die mich mit "Was für ein schöner Morgen, heute," begrüßte. Wir unterhielten uns kurz und ich fragte sie, ob man das Château de Bagatelle eigentlich auch besichtigen kann.
Sie informierte sich über Funk nach den Öffnungszeiten und meinte, dass das Schlösschen leider immer erst ab 15:00 Uhr zu besichtigen ist.
Schade, ich würde es also heute nicht von innen sehen können, doch sicherlich irgendwann mal...

Also musste ich mit der tollen Außenansicht vorlieb nehmen... doch die entschädigt so einiges:

Gartenseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 
Gartenseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf den kleinen französischen Bagatelle-Garten -- © 2009 by Janine Schreiber 
Gartenseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 

Das Schloss ist mit seiner angenehmen Größe und den zarten Rosé-Tönen ein wahrer Augenschmaus !

Skulpturen an der Gartenfront -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber

Die Hofseite des Schlösschens konnte man leider nicht ungestört genießen, da im Hof (Cour d'Honneur) Bauarbeiten stattfanden und dieser daher gesperrt war.

Hofseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 
Hofseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 
Hofseite des Château de Bagatelle -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Das Château de Bagatelle hat im Hofbereich ein eigenes (weiß-blau-verziertes) Trianon. Es befindet sich mit Blick vom Schloss auf den Hof linksseitig.
Dem Schloss gegenüber befinden sich die weißen Pavillons des Gardes.

Blick in den Hof des Bagatelle-Schlosses -- © 2009 by Janine Schreiber 
Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber 
Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber 
Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber 
Pavillons des Gardes -- © 2009 by Janine Schreiber 

Zum Parc de Bagatelle gehören - nahe des Schlosses - auch die Ruines de l'Abbaye de Longchamp. Genauer besichtigen konnte man diese wegen Bauarbeiten leider nicht.

Ruines de l´Abbaye de Longchamp -- © 2009 by Janine Schreiber 
Ruines de l´Abbaye de Longchamp -- © 2009 by Janine Schreiber 

Ein weiteres Park-Highlight sind die folgenden kleinen aneinandergereihten Gärten:

Der herrlich duftende Blütengarten Jardin des Présentateurs mit seinem niedlichen Maison du Jardinier:

Jardin des Présentateurs -- © 2009 by Janine Schreiber 
Jardin des Présentateurs -- © 2009 by Janine Schreiber 
Jardin des Présentateurs -- © 2009 by Janine Schreiber 
Maison du Jardinier -- © 2009 by Janine Schreiber 
Maison du Jardinier / Rückfront -- © 2009 by Janine Schreiber 

Hinter dem Haus des Gärtners befindet ein kleiner Potager (Gemüsegarten), den ich leider nicht fotografiert habe.

Ihm folgt der Jardin des Iris (Irisgarten), der zur aktuellen Jahreszeit jedoch noch keine Blüten zeigte:

Irisgarten -- © 2009 by Janine Schreiber

In Sichtweite folgt von hier aus schon das nächste hübsche Objekt:
die Orangerie des Parc de Bagatelle.

Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 

Ihr gegenüber befindet sich das berühmte Rosenareal - die Roseraie de Bagatelle.
Sie wurde 1905 zum Parc de Bagatelle hinzugefügt und zeigt berühmte, wertvolle und historische Rosen aller Art.
Seit 1907 finden hier jährliche Rosenzüchterwettbewerbe statt.

Obwohl ich Anfang Mai noch keine blühenden Rosen sehen konnte, ist dieser Parkteil auch im blütenlosen Zustand echt sehenswert:

Blick von der Orangerie auf die Roseraie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Roseraie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Roseraie -- © 2009 by Janine Schreiber 

Auf einer Anhöhe bei der Roseraie befindet sich der Kiosque de l'Impératrice - eine hübsche Aussicht über die gesamte Roseraie hat man von dort:

Blick auf den Kiosque de l´Impératrice -- © 2009 by Janine Schreiber 
Kiosque de l´Impératrice -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick vom Kiosque de l´Impératrice auf die Roseraie -- © 2009 by Janine Schreiber

Es gibt zudem in Höhe der Orangerie ein Belvédère - eine Anhöhe, mit einem Weg, der spiralförmig nach oben zur Spitze führt.
Ich habe hiervon kein Foto gemacht. Der Weg nach oben dauert eine Weile. Wegen des stark bewaldeten Parks hat man von oben jedoch kaum eine Aussicht auf die Parkbereiche. Von weitem sieht man die Hochhäuser der angrenzenden Stadtteile.

Auf dem Weg zum zweiten Ausgang des Parks (Grille d'Honneur) kam ich am idyllischen Teich Miroir japonais vorbei:

Miroir japonais -- © 2009 by Janine Schreiber

Im Ausgangsbereich befindet sich linkerhand noch der hübsche Pavillon Louis XV.:

Pavillon Louis XV. -- © 2009 by Janine Schreiber 
Pavillon Louis XV. -- © 2009 by Janine Schreiber

Gegen 11:40 Uhr fuhr ich schließlich mit dem Bus zum Hotel zurück, wo ich eine Stunde später eintraf.
Bis Lolos Ankunft waren es mindestens noch 2-3 Stunden, die ich dazu nutzte, mich ein wenig im Hof des Hotels zu sonnen und an der Hotelbar die weitere Tagesplanung für den Nachmittag vorzubereiten.

Es war nach 16:00 Uhr, als Lolo endlich im Hotel ankam.
Schnell bereiteten wir uns auf den weiteren Tag vor und machten uns auf den Weg in die Innenstadt.

An der Métrohaltestelle Madeleine stiegen wir aus und betraten die Madeleine-Kirche.
Hier wurden König Louis XVI. und Königin Marie Antoinette nach ihrer Hinrichtung in einem Massengrab verscharrt.

Von der Madeleine-Kirche aus ging es anschließend über die Rue Royale zur Place de la Concorde.
Weiter ging es in den Tuilerienpark, wo wir uns ersteinmal in einem Park-Café in Ruhe niederließen und einen Kaffee tranken.

In Höhe des ehemaligen Tuilerienpalastes malten wir uns aus, wo genau der Palast gestanden haben muss... hier befindet sich eine breite Terrasse, die von der Breite und Tiefe her wie gemacht ist als Standort des ehemaligen Palastes.
Ob es dem Comité national pour la Reconstruction des Tuileries irgendwann gelingt, den Wiederaufbau des Palastes genehmigen zu lassen ? Fakten zum gewünschten Wiederaufbau bietet jedenfalls dessen Homepage 
www.tuileries.fr.

In Höhe des Arc de Triomphe du Carrousel machten wir linkerhand einen Abstecher zum Palais Royal, welches sich neben dem Louvre befindet.
Leider war die Terrasse zum Garten mit Baumaterial wegen aktueller Baumaßnahmen versperrt, so dass man das Palais nicht vollständig bewundern konnte.
Bemerkenswert sind im Garten des Palais Royal aber immer wieder diese herrlich gepflegten und korrekt verschnittenen Bäume, die im Sommer sicherlich wunderbar Schatten spenden.

Nach dem Verlassen des Palais Royal-Parks haben wir uns schnell noch an der Ecke Rue de Richelieu / Rue St.-Honoré nach einem Hinweis auf das ehemalige Geschäft Grand Mongol von Rose Bertin - Modistin der Marie Antoinette - umgesehen.
Lolo hatte im MarieAntoinette-Forum das Gebiet des möglichen Standorts in Turgots Stadtplan (von 1739) eingezeichnet:

Doch als wir dort waren, stellten wir fest, dass sich seither doch einiges verändert hatte. So existiert heute z.B. der unten rot-umrandete Gebäudeteil gar nicht mehr.

Dort befindet sich heute lediglich ein kleines Plateau mit einem Springbrunnen.
Im Prinzip gibt es also mehrere Standort-Möglichkeiten des damaligen Modegeschäftes, z.B. die unten gelb-gekennzeichneten Ecken oder die blau-gekennzeichneten Ecken des heute nicht mehr existenten Gebäudeteils:

Hinweise fanden wir jedenfalls vor Ort leider nirgends...
Wir kehrten anschließend zurück zum Louvre und stellten beide fest, dass uns sowohl der alte Louvre, als auch die moderne Glaspyramide sehr gut gefallen - beides zusammen jedoch einfach nicht passt.

In Richtung Seine verließen wir nun den Louvre-Komplex und liefen auf die Conciergerie zu.
Wäre es nicht schon 20:30 Uhr gewesen, hätten wir die Conciergerie noch besichtigt, doch schließt diese leider schon um 18:30 Uhr.

Weiter ging es vorbei am Palais de Justice...

© 2009 by Janine Schreiber

... zur Kathedrale Notre-Dame, die in der abendlichen Sonne besonders imposant wirkte:

© 2009 by Janine Schreiber

2007 hatte ich mir nicht die Zeit genommen, mir die Fassade der Kathedrale genauer anzuschauen.
Zusammen mit Lolo konnte ich dies nun nachholen.
Beeindruckt haben uns vor allem diese speienden Gestalten an der seitlichen Fassade der Kathedrale:

© 2009 by Janine Schreiber

Es ist überhaupt erstaunlich, wozu Menschen schon in solch frühen Zeiten (12.-14. Jahrhundert) bautechnisch in der Lage waren... ohne die heutige Technik, ohne PC-Berechnungen, ohne Hightech-Hilfsmittel...

Wir liefen anschließend zurück, verließen die Île de la Cité und aßen an der Place du Châtelet im Café Le Mistral einen leckeren Salat und tranken Kir Sauvignon.

Um etwa halb 10 abends - es war uns noch zu früh, um zum Hotel zurück zu kehren, beschlossen wir, uns noch zum Eiffelturm zu begeben, um diesen von nahem leuchten und funkeln zu sehen.
Auch wenn ich jetzt schon mehrfach beim Eiffelturm war... es ist immer wieder ein aufregendes Ereignis, dieses Bauwerk von ganz nah zu bewundern.

Gegen 23:30 Uhr waren wir schließlich zurück im Hotel und meinten, wir müssten eigentlich todmüde in Bett fallen... doch weit gefehlt, keiner von uns konnte schlafen und dabei stand morgen ein so wichtiger früher Tag bevor.
Wir erzählten noch eine Weile und es wurde immer später. Irgendwann schliefen wir dann doch noch ein und der Versailles-Tag rückte näher und näher...



Samstag, 2. Mai 2009


Der Samstag war ein aufregender Tag ! Unser Versailles-Besuch stand unmittelbar bevor.
Um keine Minute, keine Sekunde vom Schloss und Schlosspark zu verpassen, planten wir, rechtzeitig vor Schlossöffnung vor Ort zu sein.
Also standen wir schon um 5:30 Uhr auf und fuhren gegen 7:30 Uhr mit den RER-Linien B und C nach Versailles.

Um 8:30 Uhr war es dann soweit: wir standen in der Place d'Armes, dem Platz direkt vor dem Schloss von Versailles.
Der Weg entlang der Av. de Paris war schon aufregend, wenn man durch die Allee hindurch direkt auf das vor einem thronende Château blickt.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Neuerdings wird man an der Place d'Armes noch vor dem Betreten des Schlosshofes von der Reiterstatue des Sonnenkönigs (gefertigt von Pierre Cartelier und Louis Petitot) begrüßt, die ehemals in der Cour Royale stand.
2006 wurde die Statue aus der Cour Royale entfernt, da man dort wieder das Gitter zur Cour Royale aufstellte. In der Place d'Armes, mit Blick auf die Stadt Versailles, fand der Sonnenkönig nun seinen neuen Standort.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber

Es heißt, etwa ab Juni 2009 seien die Baumaßnahmen dort beendet und man könne die Statue dann unverhüllt bewundern.

Als wir am Schloss also recht früh ankamen, waren nur sehr wenige Touristen dort... kaum zu glauben, das Schloss von Versailles mal beinahe besucherlos sehen zu dürfen !
Uns war klar - es war schließlich Samstag - , dass sich dieser tolle Zustand nicht lange halten wird.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
das neu aufgestellte Gitter zur Cour Royale -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf die Königliche Kapelle -- © 2009 by Janine Schreiber 

Also beschlossen wir, schnell in den Park zu schauen, um dort ein paar ruhige Aufnahmen vom menschenleeren Schlossgarten zu machen.

Es war ein Traum, ja ein wahrer Traum, morgens um halb 9 im Versailler Schlosspark zu stehen !
Kaum eine Menschenseele, alles ruhig und unberührt und die Sonne strahlte (noch) über dem Königlichen Garten.
Lolo und ich waren begeistert und sprachlos.

© 2009 by Janine Schreiber 
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Blick auf die Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf die Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
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© 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf den nahezu menschenleeren Schlossgarten -- © 2009 by Janine Schreiber 

Der Traum war jedoch schneller vorbei, als uns lieb war.
Nur 20 min später kehrten wir in den Schlosshof zurück - wir hatten ja nun bekanntlich nur das Schlossticket und wollten uns schnell noch die restlichen Tickets kaufen, um später nicht anstehen zu müssen.
Doch was war das !? Binnen 20 min hatte sich der komplette Schlosshof mit Menschenmassen gefüllt... sowohl am Ticketeingang, als auch am Eingang für Besucher mit Ticket.

Wir entschieden uns also dazu, die fehlenden Tickets später zu kaufen und uns erstmal das Schloss anzusehen - so oder so hatten wir Warteschlangen vor uns.
Hier muss auch mal angemerkt werden, dass es ein solches Durcheinander bei uns in Deutschland niemals geben würde.
Jedem gedenken doch sicher die geschlängelten Absperrungen bei großen Kinokassen - die Absperrungen, die die Menschenmasse ordnen und wo sich keiner vordrängeln kann, wo keiner schubst und keiner erdrückt wird.
In Versailles ist dem jedenfalls nicht so. Das steht die Menschenmasse mitten im Schlosshof und drückt von allen Seiten, drängt nach vorne und schräg und quer... als ob man irgendwas verpasst, wenn man 5 min länger wartet.

Eine halbe Stunde später waren wir endlich durch die Kontrollen durch. Während der Wartezeit hab ich mehrfach diese FNAC-Dame vom Donnerstag verflucht, die mir keine Tagespässe mehr geben wollte.
Denn das, was wir hier erlebten, nur um ins Schloss zu kommen, stand uns ja nochmal bevor, um die Tickets für den Park und die Domaine de Marie Antoinette zu kaufen...

Wie dem auch sei, wir waren nun endlich "drin". Über den Cour Royale, der ja wegen des (verschlossenen) neuen Gitters nur noch durch die Kontrolleingänge, nicht mehr vom Hof aus, zu betreten ist, kam man zum eigentlichen Besichtigungsbeginn im nördlichen Teil des Hauptgebäudes.

Da sich - dank der langsamen Kontrollen am Eingang - nie viele Menschen im Cour Royale befanden, machten wir hier kurz einen Stopp, um den Cour de Marbre zu fotografieren. 2007 konnte ich das leider nicht, da sich der Cour Royale und der Cour de Marbre noch in den Baumaßnahmen befanden.

Blick auf den Cour Royale & den Cour de Marbre -- © 2009 by Janine Schreiber 
Lolo im Cour de Marbre -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
der Balkon, auf dem sich Marie Antoinette am 05.10.1789 vor der wütenden Menge verbeugte -- © 2009 by Janine Schreiber 

Anschließend betraten wir das Schloss in Richtung des Nordflügels im Erdgeschoss und begannen unseren Rundgang.
Der Raum vor der Kapelle (ehem. Vestibule de la Chapelle) dient heute als Besucherinformations- und Kassensaal. Hier kann man Tickets und Infopläne bekommen.
Vorbei an der Kapelle, die ich mir 2007 schon angesehen hatte, kam man zur Galerie de l'Aile du Nord. Hier kann man die Skulpturen wichtiger Persönlichkeiten der Geschichte, wie Jeanne d'Arc, Königinnen und Könige von Frankreich usw. bewundern.
Diese Galerie war aktuell gesperrt, da man über diese zur Ausstellung kam.
Die Ausstellung wollten wir uns jedoch erst später ansehen. Also bogen wir links in die Säle des 17. Jahrhunderts (des Erdgeschosses) ein.

Jeder dieser etwa 12 aneinandergereihter Säle trägt nicht nur ein eigenes Thema, sondern auch eine eigene Wandfarbe. Gestaltet sind die Säle - den Themen entsprechend - mit Möbelstücken und Gemälden, u.a. finden sich dort folgende Gemälde:

Louis XIV. mit seiner Mutter Anna von Österreich (im Saal "Règne de Louis XIII") Louis XIV. als Kind (im Saal "La régence pendant l´enfance de Louis XIV") 
Château de Versailles, 1668, Pierre Patel (im Saal "Les maisons royales") 
Louise de la Vallière, 1664, Jean Nocret (im Saal "La vie à la cour")
 Mme de Montespan (im Saal "La vie à la cour") 

Nach der Besichtigung dieses Teils des Nordflügels kamen wir in der 1. Etage des Hauptgebäudes an und durchliefen die Grand Appartements du Roi.

Louis XIV.-Büste von Bernini, 1665 (im Dianesaal) -- © 2009 by Janine Schreiber

Im Merkursaal kann man ein echtes Original bewundern: die wertvolle automatische Uhr, die der Sonnenkönig 1706 geschenkt bekam, ist bis heute erhalten.
Lolo und ich standen gespannt davor, um zu schauen, ob sie funktioniert... um 10 Uhr erwarteten wir irgend ein Signal... doch leider erklang nichts.

© 2009 by Janine Schreiber

Im Apollosaal befinden sich die folgenden bekannten, wunderschönen Gemälde von Marie Antoinette und ihren Kindern sowie von Louis XVI. - ich war der Meinung, dass das Gemälde von Marie Antoinette 2007 noch in den Grand Appartements de la Reine hing, bin mir aber nicht ganz sicher:

Königin Marie Antoinette & ihre Kinder (1787, Elisabeth Vigée-Lebrun) 
König Louis XVI. im Krönungsornat (A. F. Callet) 

Dem Apollosaal schließt sich der Kriegssaal an...

der Salon de la Guerre -- © 2009 by Janine Schreiber

... diesem wiederrum folgt die berühmte Spiegelgalerie:

Spiegelgalerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Spiegelgalerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Spiegelgalerie -- © 2009 by Janine Schreiber

In der Mitte des Spiegelsaales gelangt man linkerhand in die (3 zu besichtigenden) Appartements du Roi: der Salon de l'Œil de bœuf (das zweite Vorzimmer), das Chambre du Roi und das Cabinet du Grand Conseil.

Zurück in der Spiegelgalerie erreicht man nun an deren Ende über den Friedenssaal - dem Pendant des gegenüberliegenden Kriegssaales - die Grand Appartements de la Reine.

la Chambre de la Reine -- © 2009 by Janine Schreiber

Da ich diese Räume schonmal besichtigt hatte, konzentrierte ich mich dieses Mal mehr auf die dortigen Möbelstücke:

Möbelstücke im Salon des Nobles -- © 2009 by Janine Schreiber 
Paravent du Cabinet intérieur de la Reine, 1783 / ausgestellt in einem kleinen Nebensaal -- © 2009 by Janine Schreiber 
Chaise du Salon de Compagnie de Mme du Barry, 1769 -- © 2009 by Janine Schreiber 

Weiter ging es in den Südflügel des Schlosses, zur Galerie des Batailles (Salles de Louis-Philippe), die die Geschichte Frankreichs bildlich wiedergibt:

© 2009 by Janine Schreiber

Über die Galerie de l'Aile du Midi, in der man wieder Skulpturen französischer Könige und weiterer berühmter Personen der frz. Geschichte bewundern konnte, gelangten wir zur Prinzentreppe (Escalier des Princes) und von dort ins Erdgeschoss des Hauptgebäudes zurück.

Francois I. von Frankreich -- © 2009 by Janine Schreiber Hugo Capet -- © 2009 by Janine Schreiber 
Louis XV. von Frankreich -- © 2009 by Janine Schreiber 

Zurück im Erdgeschoss strömte die Menschenmenge hinaus hin den Park.
Diesmal nicht, dachte ich mir ! 2007 folgte ich nämlich der Masse in den Park und verpasste dadurch die Appartements des Dauphins und die Appartements der Mesdames.
Doch dieses Mal war ich vorbereitet und so betraten wir diese hübschen kleinen Appartements.

Offensichtlich sind die Appartements recht gut versteckt und werden leicht übersehen - so ging es mir 2007. Und so kam es, dass sich hier nur sehr wenige Besucher befanden... ein Traum für jeden Hobby-Fotographen...

Les Appartements du Dauphin et de la Dauphine:

Seconde Antichambre de la Dauphine:

© 2009 by Janine Schreiber

Grand Cabinet de la Dauphine:

© 2009 by Janine Schreiber

Petit Cabinet de la Dauphine (Le cabinet intérieur):

© 2009 by Janine Schreiber © 2009 by Janine Schreiber 
Table à écrire de la Maison de la Reine au Hameau, 1784 -- -- © 2009 by Janine Schreiber

la Bibliothèque:

la Bibliothèque -- © 2009 by Janine Schreiber

Grand Cabinet du Dauphin:

Grand Cabinet du Dauphin -- © 2009 by Janine Schreiber

In diesem hübschen Salon befinden sich die bekannten Gemälde der Töchter Louis' XV. von Jean Marc Nattier:

Mme Louise de France (1748, Nattier) Mme Sophie de France (1748, Nattier)
Mme Victoire de France (1748, Nattier) Mme Adélaide de France (Nattier)

Chambre du Dauphin:

Chambre du Dauphin -- -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
Marie-Adélaide de Savoie, Dauphine de France -- © 2009 by Janine Schreiber 
Comtesse de Provence -- © 2009 by Janine Schreiber 

Les Appartements de Madame Victoire et de Madame Adélaïde:

Grand Cabinet de Mme Victoire:

Grand Cabinet de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 
Stuhl im Grand Cabinet de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 

Chambre à coucher de Mme Victoire:

Chambre à coucher de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 
Chambre à coucher de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 

Cabinet intérieur de Mme Victoire (Petit Cabinet bleu):

Cabinet intérieur de Mme Victoire (Petit Cabinet bleu) -- © 2009 by Janine Schreiber

Bibliothèque de Mme Victoire:

Bibliothèque de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 
Bibliothèque de Mme Victoire -- © 2009 by Janine Schreiber 

Cabinet intérieur de Mme Adélaïde:

Cabinet intérieur de Mme Adélaïde -- © 2009 by Janine Schreiber

Madame de Pompadour bewohnte zuvor dieses Cabinet (cabinet particulier). Nach deren Tod 1764 wurde das Zimmer zum Cabinet intérieur der Mme Adélaïde.

Chambre à coucher de Mme Adélaïde:

Chambre à coucher de Mme Adélaïde -- © 2009 by Janine Schreiber

Das Chambre de Mme Adélaïde war das ursprüngliche Chambre de Mme de Pompadour.
Die Marquise starb 1764 in diesem Zimmer.

Grand Cabinet de Mme Adélaïde:

Grand Cabinet de Mme Adélaïde -- © 2009 by Janine Schreiber

Das Grand Cabinet von Mme Adélaïde gehörte bis 1764 der Marquise de Pompadour und wurde 1750 für die Mätresse eingerichtet.

Salle des Hoquetons:

Sale des Hoquetons -- © 2009 by Janine Schreiber

Hier verließen wir die Appartements der Mesdames, deren Besichtigung in diesem Jahr auch für mich eine Premiere war, und machten uns auf den Weg zur Ausstellung Fastes de Cour & Céremonies Royales.

Plakat zur "Fastes de Cour-Ausstellung" -- © 2009 by Janine Schreiber

Und schon holte uns das Ticket-Trauma wieder ein !
Nicht nur, dass mir die  FNAC-Dame am Donnerstag keinen Tagespass geben konnte... sie gab mir auch nicht das eigentlich verlangte Kombi-Ticket Château & Exposition, womit man neben der Schlossbesichtigung auch die Ausstellung besuchen konnte. Nein, stattdessen gab sie mir nur ein Schlossticket.
Also mussten wir uns an der Kasse anstellen, um das Ausstellungsticket zu kaufen.
Da dachten wir, wenn wir nun schon hier anstehen, kaufen wir doch gleich die ebenfalls fehlenden Tickets für den Park und für die Trianons.
Doch was war nun wieder los ? Die Kassendame brachte es nicht fertig, uns diese Einzeltickets auszuhändigen. Sie tat ganz verwirrt und meinte, man müsse diese Tickets im Park und im Petit Trianon kaufen... nicht jedoch hier.
Super, unterm Strich standen uns also noch weitere Wartezeiten an...

Jedenfalls kauften wir uns aber nun erstmal die Ausstellungstickets (1,50 € p.P.) und besuchten voller freudiger Erwartung die Ausstellung.

zum Ausstellungsbericht

Im Anschluss an die Ausstellung kauften wir uns noch den Ausstellungskatalog - der im Gegensatz zur Ausstellung selbst, wirklich empfehlenswert ist !
Weiter ging es zum Museumsshop, der sich im südlichen Teil des Hauptgebäudes befindet, wo ich mir noch zwei tolle Bücher kaufte:
• 
Marie Antoinette - Portrait d'une Reine und
• 
Visite du Petit Trianon et du Hameau de la Reine.

Bepackt mit den schweren Souvenirs verließen wir nun gegen 12:20 Uhr das Schloss und begaben uns in den Garten von Versailles.
Hier mussten wir natürlich erstmal Tickets kaufen - wochenends kostet der Park wegen der großen Wasserspiele 8,00 € Eintritt.
Also stellten wir uns wieder in der Warteschlange an...

Das Wetter hatte sich zwischenzeitlich leider verschlechtert, die Sonne war verschwunden und es war kalt. Wir waren richtig enttäuscht, denn laut der Wettervorhersage sollte genau unser Versailles-Tag der allerschönste Tag der Woche werden: sonnig bis leicht-bewölkt. Stattdessen war der Himmel wolkenbehangen, lockerte sich war im Laufe des Tages immer mal auf, aber eben nie dauerhaft.

Wir liefen über das Parterre d'Eau hinunter zum Bassin de Latone und von dort aus bogen wir rechtsseitig in Richtung des Bosquet du Dauphin, vorbei am hübschen Bassin de Flore bis hin zum wunderschönen Bosquet de l'Encelade.

Blick auf den Grand Canal -- © 2009 by Janine Schreiber 
das Bassin de Latone -- © 2009 by Janine Schreiber 
das Flora-Becken -- © 2009 by Janine Schreiber 
Bosquet de l´Encelade -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Unser nächstes Ziel war die Domaine de Marie Antoinette. Da ich mir allerdings das Bosquet de l'Obélisque anschauen wollte, liefen wir nicht den üblichen Weg zum Petit Trianon, sondern etwas abseits im Park einen kürzeren und direkteren Weg.

Doch standen wir plötzlich vor einem verschlossenen Tor (Grille de la Reine). Ganz wunderbar wurde man dort an einer Infotafel zwar über die Öffnungszeiten des Gitters informiert... doch befanden wir uns durchaus innerhalb dieser Öffnungszeiten und das Tor war dennoch verschlossen.
Offenbar ging es nicht nur uns so, denn auch andere Besucher standen enttäuscht vor diesem Gitter.
Es nützte nichts, wir liefen schließlich zurück in Richtung Apollo-Becken und nahmen von dort dann den üblichen Weg zum Petit Trianon.

Mit Blick auf das Schlösschen kamen wir geradewegs auf das Petit Trianon zu und... wie sollte es anders sein... mussten uns dort natürlich erstmal wieder Tickets kaufen.

 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Während die meisten Besucher direkt in den 1. Stock gingen, begaben wir uns erstmal in die Küche des Petit Trianon - le Réchauffoir - im Erdgeschoss.
Diesen Raum konnte ich 2007 noch nicht besichtigen, daher war ich hellauf begeistert, doch recht viel Neues bei meinem zweiten Versailles-Besuch sehen zu können.

le Réchauffoir -- © 2009 by Janine Schreiber

Die Küche - oder eher "Aufwärmraum" war wirklich ganz bezaubernd. Besonders gefallen haben uns die Töpfe in der Vitrine.

© 2009 by Janine Schreiber © 2009 by Janine Schreiber

Danach ging es auch für uns in den 1. Stock.
Direkt im Antichambre trifft man auf die Büsten zweier wichtiger Männer im Leben der Königin: ihr Gatte Louis XVI. und ihr Bruder Joseph II.:

Louis XVI.-Büste -- © 2009 by Janine Schreiber Joseph II.-Büste -- © 2009 by Janine Schreiber

Im anschließenden Grande Salle à Manger befindet sich meine Lieblingsbüste der Königin:

© 2009 by Janine Schreiber © 2009 by Janine Schreiber

Im Petit Salle à Manger freute ich mich sehr, das folgende hübsche Gemälde der Marquise de Pompadour an der Wand zu sehen. Der Marquise gegenüber hing ein Portrait des Königs Louis XV.:

© 2009 by Janine Schreiber 
Madame de Pompadour als Schäferin (1760, van Loo) König Louis XV.

Es folgte mein Lieblingssaal des Petit Trianon - der gemütliche und überaus geschmackvoll eingerichtete Salon de Compagnie:

© 2009 by Janine Schreiber

Es folgen weiterhin das Cabinet des Glaces mouvantes...

© 2009 by Janine Schreiber

... sowie das Chambre à coucher:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber

Zurück im Erdgeschoss gab es neben der Küche einen weiteren Saal, den ich bislang nicht kannte: den Salle de Billard.

© 2009 by Janine Schreiber

Rechts an der Wand (oben nicht sichtbar) hängt das Gemälde, dass die gesamte Königsfamilie Anfang 1782, wenige Wochen nach der Geburt des Thronfolgers, zeigt:

die Königliche Familie 1782 (anonymer Künstler)

Nun verließen wir das Petit Trianon - von weitem konnte man schon den hübschen Liebestempel sehen, doch dieser stand jetzt noch nicht auf unserem Programm.

le Temple de l´Amour -- © 2009 by Janine Schreiber

Wir machten uns stattdessen auf den Weg in den kleinen französischen Garten des Petit Trianon - ein Ausblick, der mir 2007 wegen dortiger Baumaßnahmen verwehrt war.
Hier findet man den hübschen Pavillon française, den man jedoch - entgegen der Werbung auf der Versailles-Homepage - leider nicht innen besichtigen konnte:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Das Petit Trianon hat ja auf jeder Seite eine andere Fassade, doch ich muss sagen, dass mir die Gartenfassade am besten gefällt:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Blickt man vom Schloss auf den französischen Garten, befindet sich linksseitig die Kapelle des Petit Trianon...

© 2009 by Janine Schreiber

... und rechterhand das Petit Théâtre de la Reine, welches wir uns auch von innen angesehen haben:

© 2009 by Janine Schreiber 
im Innern des Theaters -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Vom Theater aus - wieder vorbei am Petit Trianon - ...

© 2009 by Janine Schreiber 

... ging es für uns nun in Richtung des Belvédère (Salon du Musique) - ein wunderschöner kleiner Pavillon mit einem hübschen Innendekor:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
im Innern des Belvédère -- © 2009 by Janine Schreiber 

Das nächste Ziel war der Weiler der Königin.
Auf dem Weg vom Belvédère zum Hameau kamen wir noch zufälligerweise an der Grotte de Marie Antoinette vorbei.
Die Grotte liegt sehr versteckt. Man kann hineingehen, doch wird man darin nichts Spektakuläres entdecken - in Stein ist dort eine Sitzmöglichkeit gehauen und beleuchtet wird das Grotteninnere durch kleine Lichtschlitze in der Wand.
Ich kann mir vorstellen, dass es gerade im Sommer herrlich kühl darin ist.

die Grotte der Königin -- © 2009 by Janine Schreiber

Hier, in der Grotte, erfuhr Marie Antoinette am 05.10.1789 von der nach Versailles stürmenden Menschenmasse aus Paris... ein Tag später verließ die Königliche Familie Versailles für immer...

Blick aus der Ferne aufs Versailler Schloss -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf das Petit Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber 
Blick auf den Weiler der Königin -- © 2009 by Janine Schreiber 

Schließlich erreichten wir das Hameau, den Weiler der Königin.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Ich war zwar 2007 schon hier, doch hatte ich damals glatt den hübschen Bauernhof am Rande des Hameau übersehen.
Diesen sahen wir uns nun zuerst an.

Bauernhof -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Es folgten anschließend die weiteren Hameau-Gebäude:

Maison de la Reine - das Haus der Königin:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber
(der renovierungsbedürftige Treppenaufgang zum Haus der Königin)

© 2009 by Janine Schreiber
(der Garten hinter dem Haus der Königin)

Le Boudoir de la Reine:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Le Réchauffoir - die alte Küche des Hameau:

© 2009 by Janine Schreiber

das Haus des Wächters:

© 2009 by Janine Schreiber

Le Colombier - das Taubenhaus:

© 2009 by Janine Schreiber

La Laiterie de préparation - die ehemalige Molkerei:

© 2009 by Janine Schreiber

Das Innere der Laiterie de propreté, neben dem Marlborough-Turm:

© 2009 by Janine Schreiber

Der Marlborough-Turm:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

die Mühle:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Bei unserer Rückkehr zum Petit Trianon kamen wir nun auch am Liebestempel der Königin vorbei:

Le Temple de l´Amour, dahinter das Petit Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber

2007 war hier noch ein reichlich mit Wasser gefüllter Bach zu sehen. 2009 war er beinahe ausgetrocknet (oder trockengelegt ?).

Auf unserem weiteren Weg durch den Parc de Trianon konnten wir immer wieder das hübsche Petit Trianon betrachten:

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Schon eine ganze Weile schmerzten uns höllisch die Beine, wir waren fix und fertig vom vielen Laufen. Wieviele Kilometer wir seit heute Morgen wohl schon gelaufen waren ?
Wir schleppten uns noch zum benachbarten Grand Trianon, verzichteten dann aber erschöpfungsbedingt auf einen Besuch des Schlosses, stiegen stattdessen in die dortige Kleinbahn und ließen uns zum Schloss zurückbringen.

le Grand Trianon -- © 2009 by Janine Schreiber

Die Bahn kutschierte uns dann vom Grand Trianon aus über die Anlegestellen am Petit Trianon und am Grand Canal vorbei am nördlichen Teil des Parkes und am Neptunbrunnen bis zum Château de Versailles hinauf.

Blick von der Kleinbahn auf das Drachenbecken -- © 2009 by Janine Schreiber

Als wir schließlich hielten, fanden gerade die großen Wasserspiele, die wir uns natürlich schnell noch ansahen.

© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 
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© 2009 by Janine Schreiber 
die Marmor-Skulptur "Ariane endormie" von Corneille van Cleve, 1684-86 -- © 2009 by Janine Schreiber 
© 2009 by Janine Schreiber 

Auch, wenn die Beine schmerzten, wollte ich unbedingt noch die Orangerie genauer betrachten und ein wenig den südlichen Parkteil, der mir 2007 aus Zeitgründen leider entgangen war.
Wir liefen also die 200-Stufen-Treppe hinab und standen dort leider vor den verschlossenen Toren der Orangerie. Einen Hinweis auf eventuelle Öffnungszeiten fand sich dort jedoch nicht.

Orangerie -- © 2009 by Janine Schreiber 
Treppe der Hundert Stufen -- © 2009 by Janine Schreiber 

Es folgte anschließend ein kurzer Abstecher zum Bosquet de la Reine - das leider wegen Baumfällarbeiten gesperrt war - sowie zum Salle de Bal - ein bekannter Schauplatz aus dem Film Der König tanzt:

Bosquet de la Reine -- © 2009 by Janine Schreiber 
Eingang zum Bosquet de la Salle de Bal -- © 2009 by Janine Schreiber 
Bosquet de la Salle de Bal -- © 2009 by Janine Schreiber 
Skulptur im Salle de Bal -- © 2009 by Janine Schreiber 

Und schließlich verabschiedeten wir uns schweren Herzens vom Château de Versailles.

die Marmor-Skulptur "Le Poème lyrique" von Jean-Baptiste Tuby, 1680 -- © 2009 by Janine Schreiber © 2009 by Janine Schreiber

Es war inzwischen 18:00 Uhr und wir traten geschafft, aber glücklich über diesen Tag, den Rückweg nach Paris an.

Bereits am Vortag hatten wir uns entschieden, heute nicht lange nach einer Möglichkeit zum Abendessen zu suchen, sondern in eine Pizzaria nahe unseres Hotels zu essen.

Gegen 22:30 Uhr waren wir dann im Bett und konnten dieses Mal direkt einschlafen.



Sonntag, 3. Mai 2009


Heute fing der Tag etwas gelassener und ohne Zeitdruck an. Wir sind gegen 8:30 Uhr aufgestanden, haben uns in Ruhe fertig gemacht und die Sachen fürs Auschecken zusammengepackt.

Lolos Flug ging erst um 19:00 Uhr, mein Zug um 17:00 Uhr, also hatten wir genug Zeit, uns noch eine bedeutende Sehenswürdigkeit anzuschauen: die Basilique de Saint-Dénis.
Ich hatte mir die Basilika bereits 2007 mit meiner Schwester angesehen (siehe 
Reisebericht 2007) und war sehr gerührt von diesem Tag. Hier in der Basilika wurde Königin Marie Antoinette beigesetzt - im Kreise ihrer Familie.

Um 12:15 Uhr betraten wir also die Basilika. Zwar ist das Besichtigen der eigentlichen Kirche kostenlos, will man jedoch die Königsdenkmäler und die Krypta sehen, muss man 7,00 € Eintritt zahlen.

Beim Erblicken des Denkmals von Louis XVI. und Marie Antoinette bekam ich wieder eine Gänsehaut.
Dieses Denkmal ist wunderschön und würdigt das Königspaar über alle Maßen.

© 2009 by Janine Schreiber 
König Louis XVI. -- © 2009 by Janine Schreiber 
Königin Marie Antoinette -- © 2009 by Janine Schreiber 

Nachdem wir uns anschließend die verschiedenen Königsgrabmäler angesehen haben, begaben wir uns in die Königsgruft.
Dort findet man die echten Gräber von Marie Antoinette, Louis XVI. und Louis XVIII. sowie von Louis VII. und Louise von Lothringen.
Vier der fünf Gräber sind die einzigen, in denen sich die Überreste der (vor der Frz. Revolution) Verstorbenen tatsächlich befinden, da deren Gebeine erst nach der Revolution dorthin überführt wurden. König Louis XVIII. selbst verstarb erst nach der Revolution.
Für seinen Bruder Charles X. ist ein leeres Grab vorgesehen - er verstarb im Exil und wurde in Slowenien beigesetzt - , möglicherweise ist beabsichtigt, den König irgendwann nach Saint-Denis zu überführen...

Alle anderen Gräber wurden während der Revolution zerstört und geplündert, die Gebeine teils gestohlen, teils außerhalb der Kirche verscharrt. Man hatte zwar während der Restauration unter Louis XVIII. einige Überreste wieder auffinden können, eine Zuordnung zu bestimmten Personen war jedoch nicht mehr möglich.
Und so errichtete man zwei Beinhäuser in einem Seitenraum der Krypta, wo alle gefundenen Überreste gesammelt wieder beigesetzt wurden. Tafeln weisen auf die hier befindlichen Mitglieder der Königsfamilie (u.a. Louis XIII., Louis XIV. und Louis XV.) hin.

In einem weiteren unterteilten Raum befinden sich die nach ihrer Zerstörung teils wiedererrichteten Grabmäler einiger Mitglieder der Königsfamilie, so z.B. des Sonnenkönigs, Henris IV., Mme Elisabeth und Louis' XV.
Zusätzlich zu meinem Besuch in 2007 befindet sich nun dort auch ein Denkmal von Louis XVIII.:

König Louis XVIII. -- © 2009 by Janine Schreiber

Auch das Betrachten der Denkmäler der beiden Königssöhne Louis-Joseph und Louis-Charles (Kinder von Louis XVI. und Marie Antoinette) ist jedesmal wieder mit Gänsehaut verbunden.

Louis-Joseph, Dauphin bis 1789 -- © 2009 by Janine Schreiber 
Louis-Charles, Louis XVII. -- © 2009 by Janine Schreiber

Das Wetter ließ heute wieder zu wünschen übrig, dementsprechend kalt war es in der Kirche und der Gruft.
Wir verließen daher um 13:30 Uhr die kühle Basilika und wärmten uns im gegenüberliegenden Café mit einer heißen Schokolade auf. Anschließend aßen wir im Restaurant L'Imprévu zu Mittag (Panini und Kir Sauvignon).

Gegen 16:00 Uhr waren wir schließlich am Gare du Nord und hier trennten sich unsere Wege. Lolo fuhr zum Flughafen, ich zum ICE am Gare de l'Est.
Der gemeinsame Aufenthalt war richtig schön, wir haben uns super verstanden, das war goldwert.

Mein Zug verließ Paris schließlich um 17:10 Uhr.



rechtlicher Hinweis:
Text & Fotos (Copyright) © MariaAntonia 2007-2015

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