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Pariser Sitten & Bräuche



Ich distanziere mich ausdrücklich von Verallgemeinerung !
Diese Hinweise entsprechen meinen Erfahrungen während meiner
Paris-Aufenthalte, geben daher nur meine eigene Meinung wieder.



Bitte & Danke


Mit großer Skepsis bin ich erstmals den Parisern begegnet, heißt es doch, sie seien reserviert, akzeptieren nur Anfragen auf Französisch usw.
Vergessen Sie diese Vorwürfe, die uns Deutschen offenbar bewusst gegen unsere Nachbarn eingebläut wurden! Denn mit Höflichkeit und Freundlichkeit sowie dem Wille, es zumindest mal mit der französischen Sprache zu probieren, erobert man sofort das Herz der Pariser. Sie sind weit freundlicher als ihr Ruf!
Die Pariser legen Wert auf Höflichkeitsfloskeln - das sollte eigentlich ohnehin zum richtigen Umgangston gehören, auch in der Heimat, doch leider bleibt bei uns gern mal die Höflichkeit auf der Strecke.
Der Pariser jedenfalls legt Wert darauf, z.B. mit "Bonjour, Madame..." oder "Bonjour, Monsieur..." angesprochen zu werden. Ein "..., s'il vous plaît ?" am Ende einer Frage, lässt ihre Herzen höher schlagen.
Bedankt man sich anschließend auch noch und wünscht einen guten Tag, kann nichts mehr schiefgehen.

Ich selbst bin kein Französisch-Ass, doch es gelang mir dank der o.g. Tipps, den Franzosen gar ein paar Sätze Englisch oder Deutsch zu entlocken und bekam so alle Auskünfte, die ich brauchte.
Zeigt man ihnen, dass man willens ist, es zumindest mit der frz. Sprache zu probieren, kommen sie einem schnell entgegen und helfen aus. Dabei interessiert es gar nicht, WIE gut oder schlecht man sich auf Französisch verständigt, sondern nur, DASS man es versucht.



Tischzuweisung im Restaurant


Überlassen Sie dies bitte dem Personal!
Man kennt das ja eigentlich selbst aus guten deutschen Restaurants: der Oberkellner empfängt die Gäste und weist ihnen einen Tisch zu. Soweit so gut.
So ist es in Frankreich auch... mit dem kleinen Unterschied, dass die Tischauswahl des Kellners Gesetz ist. Änderungswünsche wie "Wir würden gern lieber am Fenster sitzen," stoßen in Frankreich offenbar auf taube Ohren.
Ich muss dazu sagen, dass ich bislang glücklicherweise immer an einen für mich akzeptablen Tisch verwiesen wurde, denn ich kam bisher noch nicht auf die Idee, diese Auswahl zu ändern. Neulich las ich allerdings, dass es auf diesem Gebiet wohl sehr oft zu einem Ärgernis für Touristen kommt, wenn der Tisch eben nicht gefällt. Jegliches Diskutieren bringe offenbar nichts, man sollte sich lieber fügen und den Abend genießen.
Ich werde mir diesen Tipp jedenfalls zu Herzen nehmen, denn was nützt einem der Groll nach Tischdiskussionen mit dem Kellner... der Abend ist hinüber und das wäre echt schade.



Im Straßenverkehr


Das Problem mit den Zebrastreifen hatte ich hier ja schon mal angesprochen.
Seien Sie einfach auf der Hut, wenn Sie sich im Pariser Straßenverkehr bewegen.
Als Fußgänger hat man es nicht leicht, denn die Franzosen achten nicht auf einen, sondern fahren "wild drauf los".
Aber auch als Autofahrer sollte man Acht geben... Wir Deutschen lieben ja bekanntlich unsere schönen, wertvollen, sauberen Autos. Nix da, in Frankreich ist das egal. Da bekommt man auch schonmal von einem Motorradfahrer kräftig auf die Kühlerhaube geklopft, wenn man ihn nicht vorbei lässt.
Man sollte die frz. Städte wohl eher mit dem PKW meiden, um Schrammen oder Beulen zu verhindern...
Das mag übertrieben klingen, ist daher bitte einfach nur als gutgemeinter Rat anzusehen. Ich hatte dank meiner diversen Aufenthalte in Paris durchaus die Möglichkeit, das Verhalten der "Einheimischen" im städtischen Straßenverkehr zu beobachten und da durfte ich schon so manches miterleben. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass eine rote Ampel in Paris als FahrGEbot gilt, kleine Verkehrsinseln waren für manchen rasanten PKW-Fahrer ein willkommener Weg, einen Stau zu umgehen und die Vorstellung, einmal selbst durch den großen Kreisverkehr am Arc de Triomphe fahren zu müssen, wäre für mich ein Graus.
Zum Glück ist die Vernetzung der Öffentlichen Verkehrsmittel als Alternative ein wahrer Traum !



 

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